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Hier finden ihr alle wichtigen Infos rund ums Horte und was sonst noch so los ist in Strausberg. Manchmal auch Buchempfehlungen oder andere Sachen.

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Montag, 22 Mai 2017 20:28

PM: Wir haben Zuwachs! Der Nashornkäfer lebt jetzt bei uns

Seit Jahren ist die äußere Erscheinung des Horte Grund für Streit, Mahnungen und Beschwerden.  Widerständige Benjeshecken, wildwachsende Gräser und die Metallfiguren stehen immer wieder in der Kritik. Nur die Wenigsten denken an Natur, biologische Vielfalt oder gar bedrohte Arten, wenn sie unseren Garten sehen. Stadtverwaltung, Nachbar_innen und Hobbygärtner_innen fordern immer wieder kürzeren Rasen, weniger Hecken, Gartenzwerge und vor allem Ordnung! Bedacht wird jedoch nicht, dass das Chaos Methode ist:  die hohe Lebensraumdiversität, führt  zu einer bunten Gartenfauna, in der  verschiedene  Pflanzen und Tiere,  auch jene die sich sonst in bearbeiteten Gärten nicht wohl fühlen, ein Zuhause finden. 
 
Unzählige Streits, Schweiß und Blut von vielen Helfer_innen, unzählige Flüche, tausende Mückenstiche, fünf  Rasenmäher und 9 Harken hat der Garten schon verschlungen. Dazu stecken die Expertise von zwei Ökologen, einer Biologin und mittlerweile über zwanzig Personen die ihr freiwilliges Ökologisches Jahr hier absolvierten  in diesem Chaos. Und seit neuestem können wir durch dies alles einen neuen Bewohner in unserer grünen Mitte begrüßen. Beim Beete umgraben, sind uns mehrere Nashornkäfer auf die Hände gekrabbelt. Verrottende Pflanzenteile, abgestorbenes Holz, Kompost  also naturbelassene Orte und nicht die akkurat gejätesten Kräuterbeete ermöglichen den Nashornkäfern alle Stadien ihrer Entwicklung erfolgreich zu durchlaufen. Sie  bieten den Larven Nahrungsangebot und Lebensraum,  und bilden für die adulten Tieren ein hervorragendes Biotop. Was dem Deutschen ein Graus, ist dem Käfer sein Zuhaus! 
 
Wir haben die Käfer natürlich gleich wieder eingegraben, da diese erst im Juni nach 2-5 jährigem Larvenstadium aus der Erde kommen. Außerdem sind die Käfer sowohl nach Bundesnaturschutz-gesetz als auch nach Bundesartenschutzverordnung besonders und streng geschützt. Damit ist das Verletzen oder Töten, aber auch das fangen verboten.
 
Stephanie Hinze – Pressesprecherin vom AJP 1260 e.V. – sagt dazu: „Wir haben bereits mit lokalen Nabu-Gruppen Kontakt aufgenommen. Wir wollen uns gemeinsam anschauen, ob es sich nur um eine temporäre Population handelt, oder ob nun dauerhaft die Käfer bei uns wohnen werden. Außerdem bieten wir auch gerne Beratungen an, wie jeder Garten zum Biotop für die possierlichen Tierchen werden kann.“
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