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Freitag, 03 März 2017 21:28

Raus zum internationalen Frauen*kampftag 2017!

Weil von Gleichberechtigung nicht die Rede sein kann….

Sexismus ist Alltag. In der Werbung, in Filmen, beim Witze reißen, auf der Arbeit, in der Küche, in der Familie, im HipHop….

Auch wenn die formale Gleichberechtigung sich Stück für Stück verbessert, so kann von einer Gleichberechtigung noch lange nicht die Rede sein. Da brauchen wir erst gar nicht in andere Länder schauen und von hergetragenen Sexismus schwafeln, sondern uns nur vor unserer Haustür bzw. dahinter umschauen. Frauen* verdienen durchschnittlich immer noch weniger als ihre männlich gelesenen Kollegen. Der Anteil von Frauen* in sogenannten Führungspositionen ist ebenfalls unbedeutend gering. Die Reproduktionsarbeit (sprich Haushalt, Kindererziehung, also alles was einen fit für den nächsten Arbeitstag macht) wird auch fast komplett unentgeldlich von Frauen* übernommen, während Männer als Ernährer der Familie schließlich genug zu leisten haben. Und wenn es um das Sofas tragen geht, wird sowieso auf die Hilfe des „schwachen“ Geschlechtes verzichtet und hinterm Herd platziert.

Die männliche Hegemonie brechen!

Das Patriachat (also die Gesellschaftsordnung in der es ein omnipräsentes Machtgefälle zwischen Frauen und Männern gibt, und Frauen strukturell unterdrückt sind – also unsere Gesellschaftsordnung) lässt sich so schnell auch nicht von einigen Zugeständnissen an die Unterdrückten ins Wanken bringen. Auch wenn staatliche Bemühungen den Kuchen zumindest formal gerecht zu verteilen, das Leben in einigen Punkten erleichtern, so kann im Patriachat keine Frau* wirklich frei von Unterdrückung sein. D.h. den miefigen, männlich normierten Kuchen wollen wir nicht haben, wir wollen verdammt nochmal einen Neuen!

Die Kämpfe verbinden!

Jede Form der Unterdrückung und Diskriminierung basiert auf den gleichen Prinzipien. Es liegt ein strukturelles  - also ein sich durch alle Bereiche ziehendes -Machtgefälle vor. Die Unterdrückten werden herabgestuft und entmenschlicht, was wiederum legitimierend auf Mittel zum Machterhalt und -durchsetzung wirkt (dies ist oft Gewalt in vielen Facetten). Auch wenn nicht jede Unterdrückung und Diskriminierung gleich wirkt, diese auch nicht aufwiegbar sind und es Menschen gibt die von mehreren gleichzeitig betroffen sind, so geht es darum, die Machtstrukturen im Gesamten zu begreifen und an zugreifen.

Das Erkennen von Gemeinsamkeiten, sprich das wir alle gleich Verletzbar und Angreifbar sind, wenn wir auf der Verliererseite des Machtdefizites stehen, ist wichtig um gemeinsam zu kämpfen und gemeinsam radikal die Gleichberechtigung aller Menschen zu forcieren. In diesem Sinne: Der Kampf um Befreiung ist intersektional!

Kommt mit uns am 8. März nach Berlin.  

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