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Informationen

Hier finden ihr alle wichtigen Infos rund ums Horte und was sonst noch so los ist in Strausberg. Manchmal auch Buchempfehlungen oder andere Sachen.

Meist auch aktuell. ;-)

Grenzen überwinden - Ein Erfahrungsbericht aus Belgrad

Samstag, 27 Mai 2017 14:26
Grenzen überwinden - Ein Erfahrungsbericht aus Belgrad

Im März 2016 verkündeten Regierungs- und EU-Vertreter die offizielle Schließung der Balkanroute. Die Grenzen für Flüchtende wurden abgeriegelt und somit ein Weiterkommen unmöglich. Nichtsdestotrotz sind weiterhin Menschen entlang der Route auf dem Weg nach West- und Nordeuropa. Die Flüchtenden brechen vom Belgrader Hauptbahnhof ohne Nahrung und trotz widriger Bedingungen auf, immer mit einem Lächeln auf den Lippen, denn die Hoffnung ist nie verloren.

Am alten Hauptbahnhof in Belgrad (Serbien) wurde ein "illegales" Camp von Geflüchteten errichtet. Selbstorganisiert und unter Beobachtung der Polizei versuchen die Menschen zu überleben, ohne fließend Wasser, Strom und unter eisigen Temperaturen. Zusammen mit Hot Food Idomeni waren Aiad und sein Vater 2 Wochen in Belgrad und haben für die Geflüchteten gekocht. Wie ist die aktuelle Situation ist und wie sich die Arbeit mit den Geflüchteten vor Ort gestaltet? Diese und weitere Fragen möchten wir zusammen mit euch behandeln.

Wann? Am 02. Juni im sozialen Zentrum Horte in der Peter-Göring-Straße 25 Strausberg. Der Eintritt ist natürlich frei.

Wir freuen uns auf euch!

PM: Wir haben Zuwachs! Der Nashornkäfer lebt jetzt bei uns

Montag, 22 Mai 2017 20:28
PM: Wir haben Zuwachs! Der Nashornkäfer lebt jetzt bei uns
Seit Jahren ist die äußere Erscheinung des Horte Grund für Streit, Mahnungen und Beschwerden.  Widerständige Benjeshecken, wildwachsende Gräser und die Metallfiguren stehen immer wieder in der Kritik. Nur die Wenigsten denken an Natur, biologische Vielfalt oder gar bedrohte Arten, wenn sie unseren Garten sehen. Stadtverwaltung, Nachbar_innen und Hobbygärtner_innen fordern immer wieder kürzeren Rasen, weniger Hecken, Gartenzwerge und vor allem Ordnung! Bedacht wird jedoch nicht, dass das Chaos Methode ist:  die hohe Lebensraumdiversität, führt  zu einer bunten Gartenfauna, in der  verschiedene  Pflanzen und Tiere,  auch jene die sich sonst in bearbeiteten Gärten nicht wohl fühlen, ein Zuhause finden. 

Keine Räumung der Friedel 54!

Sonntag, 14 Mai 2017 15:58

Die Friedel 54 ist ein Kiezladen im Norden Neuköllns und aktuell stark Räumungsbedroht.

Worum es geht

Hier werden seit 13 Jahren verschiedenste Angebote geschaffen, bspw. eine kostenfreie Mietrechtsberatung; Infoabende zu aktuellen lokalen und globalen Problemen und Kämpfen veranstaltet; Essen und Getränke gegen Spende verkauft; sowie Kicker, Siebdruckwerkstatt und Umsonstladen bereitgestellt. Das Projekt ist vollkommen selbstverwaltet und unkommerziell. 15 verschieden Initiative, Projekte und Gruppen organisieren zusammen den Alltag, Veranstaltungen und die verschiedenen Angebote.

Ende 2015 begann ein Streit um Kündigung durch die damaligen Hauseigentümer. Die Hauseigentümer wollten Sanieren und danach teurer vermieten, um mehr Profit zu machen. Seit Mai 2016 zahlt der Kiezladen keine Miete mehr. Seit einem Jahr ist der Kiezladen also besetzt – aus Protest gegen Verdrängung im Zuge von Aufwertungen von Wohnungen, Häusern und Stadtteilen. Im Oktober wurde das Haus, samt Räumungsklage von der Firma Pinehill s.a.r.l. gekauft. Die Räumungsklage wurde Anfang dieses Jahres vor Gericht verhandelt und durch das Neuköllner Amtsgericht als rechtmäßig angesehen. Der Kiezladen, seine Nutzer_innen und die Mieter_innen des restlichen Hauses sollten bis 31. März 2017 das Haus verlassen. Ab 1. April ist die offizielle Duldung abgelaufen und sowohl Laden als auch Wohnungen sind akut räumungsbedroht.

Verschiedene Versuche die Kündigung aufzuheben, neue Verträge zu erlangen und die Räumung irgendwie aufzuheben, sind gescheitert. Neue Mietvertragsvorschläge, Versuche das Haus zu kaufen, runde Tische und Kooperationsgespräche durch die Mieter_innen und Initiativen der Friedelstraße sind größtenteils durch die Eigentümer nicht erwidert worden und somit ebenfalls  gescheitert.

 Kein Einzelfall

Die letzten beiden Jahre wurden geprägt durch immer wieder neue Räumungsdrohnisse gegen rebellische und solidarische Strukturen, sowie gegen Mieter_innen, die sich eine Mieterhöhung nicht leisten können. Zwangsräumen sind an der Tagesordnung. Berlin erfährt einen riesigen, andauernden Bauboom. Dabei wird aber so gut wie kein sozialer Wohnraum geschaffen, sondern bestehender Wohnraum saniert und teuer neuvermietet oder alte Häuser komplett abgerissen und neugebaut. Diese edlen Neubauten können sich viele Altmieter_innen nicht leisten und müssen wegziehen, meist an den Standrand. Die Hauseigentümer_innen machen durch die gesteigerte Miete hohe Gewinne. Die Rigaer Straße 94, das M99 und die Friedel 54 sind dabei Projekte, die besonderes Aufsehen erregen, da sie sich dem Druck widersetzen. Sie organisierten sich, bauten öffentlichen Druck auf und wehrten sich zum Teil auch militant gegen die Verdrängung.

Von Berlin nach Strausberg nach Barcelona

Dieser Trend ist nicht lokal begrenzt. In allen Städten können wir beobachten, wie einkommensschwache Menschen aus Vierteln verdrängt werden. Sei es durch Luxussanierungen, Ferienwohnungen oder Zuzug. Sobald die Nachfrage nach Wohnraum steigt, kann dieser teurer verkauft werden. Wohnraum gibt es in verdichteten Stadtbereichen nur begrenzt, bei vielen Nachfragen, können die Eigentümer_innen die Miete steigern und werden durch die hohe Nachfrage immer wieder Leute finden, die gewillt sind die hohen Preise zu zahlen. Ausgeschlossen werden alle, die sich das nicht leisten können.

Bedürfnisse nach Wohnraum, Essen und Mobilität können noch so groß sein. Sie sind im Kapitalismus irrelevant, wenn die Menschen kein Geld haben, um sie zu befriedigen. Der größte Hunger ist egal. Wenn kein Geld da ist, bleibt der Hunger trotzdem. So gerne Menschen auch im Innenstadtbereich wohnen würden, wer dort wohnen kann regelt nicht die Nachfrage, sondern die Einkommen. Dies sieht man vor allem daran, dass Menschen täglich zwangsgeräumt werden, weil sie sich die Miete nicht mehr leisten können, da so Platz für neue Mieter_innen gemacht werden, die sich die neue Miete leisten können.

Auch in Strausberg haben wir vor kurzem im Stadtgebiet großflächig greifende Mieterhöhungen erfahren, kurz nachdem der Nordheimbund sich auflöste, der vorher Mietberatung stellte und sich gegen Mieterhöhungen wehrte. Parallel werden Wohnungen saniert und große, mit Blick auf den See gelegene Wohnungen gebaut, die sich wohl nur wenige Leute leisten können. Auch wenn der Trend nicht so stark ist, wie in den Großstädten, so wird sich auch hier eine kontinuierliche Mieterhöhung einstellen.

 Und jetzt?

Der Kiezladen Friedel 54 stehen Beispielhaft für Widerstand gegen Mieterhöhung und Verdrängung. Die Räumung zu verhindern ist deswegen nicht nur ein Zeichen gegen selbiges, sondern auch ein aktiver Akt, die Logik des Profits mit der Miete abzulehnen. Gegen Verdrängung zu kämpfen, heißt antikapitalistisch zu kämpfen. Auch wenn wir damit nicht von heute auf morgen die Welt verändern können, so ist es für die Bewohner_innen und für den Laden ein wichtiger solidarischer Akt. Außerdem ist ein Schritt hin, die Gesamtscheiße zu überwinden und ein solidarisches Miteinander zu organisieren.

Achtet auf Ankündigungen. Am Tag X die Räumung verhindern. Und am 8. Juli nach Hamburg fahren!

 

Soliparty für´s Oderbruchopenair am 27. Mai

Mittwoch, 03 Mai 2017 17:15

Das OBOA ist ein kostenloses Open Air bei Gorgast (tiefster Oderbruch). Seit 15 Jahren findet das Festival im Fort Gorgast statt und wird durch viel Gruppen und Einzelpersonen ehrenamtlich organisiert. Das Fort bietet viel Räume für unterschiedlichste Floors und Musikgeschmäcke, sowie für jede Menge liebevollen Schnick-Schnack. Wir selbst sind immer wieder Party-Gäste, aber auch helfende Hände gewesen.Merkt euch schon mal den 11. & 12. August vor, da wird´s nähmlich stattfinden.

Grund genug für, mal ne Soliparty zu schmeißen!

Musikalisch wirds bunt wie beim OBOA:

Live: Die Tunnel (Garage Punk) + tba (crossover)

Dose: Matjes (Punk) + New Kill (all times classics) + Lion Yanz (Dub, Reggae)

Dazu gibt es lecker Soli-Drinks.

Wie immer gilt: No Sexism, No Racism, No other Bullshit!

http://www.oboa.de/wordpress/

Lust auf ein freiwilliges ökologisches Jahr bei uns im Horte?

Sonntag, 02 April 2017 00:00

Das Horte hat schon in den vergangenden Jahren die Möglichkeit geboten Einsatzstelle für ein Freiwilligenjahr zu sein. Ende August beenden die Freiwilligen ihren Dienst. Daher suchen wir auch dieses Jahr nach neuen Freiwilligen & Unterstützer*innen:

+++ Lust auf ein freiwilliges ökologisches Jahr im horte? +++

→ Zeitraum: 01. September 2017 – 31. August 2018(Möglichkeit Zeitraum individuell zu verschieben)  

→ Tätigkeiten: 

  • Pflege und Erweiterung des Außengeländes
  • Eigenes ökologisches Projekt 

  •  Inhaltliche Auseinandersetzung mit ökologischen Themen
  • Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten 
                      

→ Aufgabenfelder werden beim Montagsplenum definiert  

→ Du fährst alle 2 Monate mit andern Föjler*innen aus Brandenburg auf ein 5-tägiges Seminar  

→ INFOS: • 18 – 26 Jahre
 • Monatliches Taschengeld 


• Melde dich bis zum 06. Mai an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder besuche uns Montags 18 Uhr zum Plenum 


• Alles weitere klären wir im Gespräch mit dir 
  

→ DAS HORTE BIETET DIR DIE MÖGLICHKEIT DICH SELBST ZU ORGANISIEREN & ZU VERWIRKLICHEN...

Unser Sportraum hat wieder neues Equipment!

Sonntag, 05 März 2017 18:40
Unser Sportraum hat wieder neues Equipment!

Neben neuen Boxhandschuhen haben wir jetzt weitere Schoner und Schutzausrüstungen für Sparringsübungen und diverse Pratzen zum Schlagen und Treten. Zusätzlich haben wir jetzt auch Rattan-Stöcke, für Stockkampftrainings. Und damit es nicht regelmäßig verletzte gibt auch Saprringstöcke mit Polsterung.  Ein neuer Schwung Springseile kam auch mit.

Leider hat das Geld nicht mehr für neue Gewichte und Hanteln gereicht. Wer noch welche vom Neujahrsvorsatz in der Ecke liegen hat, kann die gerne vorbeibringen. 

Die Sachen sind für alle nutzbar, sodass ihr euch mit Freund_innen ausprobieren könnt oder eigene regelmäßige Trainings etablieren könnt. Dazu gibt es einmal wöchentlich ein Selbstverteidigungstraining. Bei Interesse seid ihr herzlich eingeladen zu unserem offenen Plenum immer montags 18 Uhr vorbei zu kommen, um Trainingszeiten abzuklären oder Wünsche zu äußern. Wir können gerne zusammen ein vielfältiges Angebot schaffen. 

Klar gilt auch im Sportraum: es wird kein diskriminierendes Verhalten geduldet! Geht vorsichtig mit den Sachen um, damit auch andere die nutzen können.

Wir danken dem Netzwerk Selbsthilfe für die finanzielle Unterstützung (http://www.netzwerk-selbsthilfe.de/). Wenn ihr Geld für einen guten Zweck übrig habt und nicht wisst wohin, dann übergebt es gerne dem Netzwerk. Dann könnt ihr sicher sein, das gut Projekte unterstützt werden.

Haltet die Deckung hoch!

 

Raus zum internationalen Frauen*kampftag 2017!

Freitag, 03 März 2017 21:28

Weil von Gleichberechtigung nicht die Rede sein kann….

Sexismus ist Alltag. In der Werbung, in Filmen, beim Witze reißen, auf der Arbeit, in der Küche, in der Familie, im HipHop….

Auch wenn die formale Gleichberechtigung sich Stück für Stück verbessert, so kann von einer Gleichberechtigung noch lange nicht die Rede sein. Da brauchen wir erst gar nicht in andere Länder schauen und von hergetragenen Sexismus schwafeln, sondern uns nur vor unserer Haustür bzw. dahinter umschauen. Frauen* verdienen durchschnittlich immer noch weniger als ihre männlich gelesenen Kollegen. Der Anteil von Frauen* in sogenannten Führungspositionen ist ebenfalls unbedeutend gering. Die Reproduktionsarbeit (sprich Haushalt, Kindererziehung, also alles was einen fit für den nächsten Arbeitstag macht) wird auch fast komplett unentgeldlich von Frauen* übernommen, während Männer als Ernährer der Familie schließlich genug zu leisten haben. Und wenn es um das Sofas tragen geht, wird sowieso auf die Hilfe des „schwachen“ Geschlechtes verzichtet und hinterm Herd platziert.

Die männliche Hegemonie brechen!

Das Patriachat (also die Gesellschaftsordnung in der es ein omnipräsentes Machtgefälle zwischen Frauen und Männern gibt, und Frauen strukturell unterdrückt sind – also unsere Gesellschaftsordnung) lässt sich so schnell auch nicht von einigen Zugeständnissen an die Unterdrückten ins Wanken bringen. Auch wenn staatliche Bemühungen den Kuchen zumindest formal gerecht zu verteilen, das Leben in einigen Punkten erleichtern, so kann im Patriachat keine Frau* wirklich frei von Unterdrückung sein. D.h. den miefigen, männlich normierten Kuchen wollen wir nicht haben, wir wollen verdammt nochmal einen Neuen!

Die Kämpfe verbinden!

Jede Form der Unterdrückung und Diskriminierung basiert auf den gleichen Prinzipien. Es liegt ein strukturelles  - also ein sich durch alle Bereiche ziehendes -Machtgefälle vor. Die Unterdrückten werden herabgestuft und entmenschlicht, was wiederum legitimierend auf Mittel zum Machterhalt und -durchsetzung wirkt (dies ist oft Gewalt in vielen Facetten). Auch wenn nicht jede Unterdrückung und Diskriminierung gleich wirkt, diese auch nicht aufwiegbar sind und es Menschen gibt die von mehreren gleichzeitig betroffen sind, so geht es darum, die Machtstrukturen im Gesamten zu begreifen und an zugreifen.

Das Erkennen von Gemeinsamkeiten, sprich das wir alle gleich Verletzbar und Angreifbar sind, wenn wir auf der Verliererseite des Machtdefizites stehen, ist wichtig um gemeinsam zu kämpfen und gemeinsam radikal die Gleichberechtigung aller Menschen zu forcieren. In diesem Sinne: Der Kampf um Befreiung ist intersektional!

Kommt mit uns am 8. März nach Berlin.  

Spendenaufruf für geflüchtete Menschen in Serbien

Donnerstag, 26 Januar 2017 17:54

Am 04.02.2017 werden sich erneut und kurzentschlossen junge Leute aus dem Jugendtreff Dosto für eine Woche auf den Weg machen, um Flüchtlingen in Serbien zu helfen.

Bis zu 2000 Menschen leben in Serbien auf der Straße oder in Abrisshäusern. Es herrschen Minusgrade, es gibt keine Heizung, keine Kochstellen und keine sanitären Einrichtungen. Unterstützung von staatlicher Seite gibt es nicht. Die Menschen sind größtenteils sich selbst überlassen.

Queerulant_in im Haus!

Montag, 16 Januar 2017 21:47

Seit neustem haben wir einige Exemplare des Magazins für queere*** Politik und Praxis „Queerulant_in“ im Haus. Die Zeitschrift behandelt in jeder Ausgabe verschiedene Schwerpunkte, abseits der  gesellschaftlich als „normal“ gewerteten Sexualität.

Diesmal geht es um vor allem um Asexualität* und Aromantik** aber auch um Casual Sex. Dazu gibt es ein Gewinnspiel, Comics, Lyrik, Ezras glorreiche Advice-Kolumne und einiges Mehr.   

Das coole ist, das es viele Erläuterungskästchen und ein super Glossar gibt, in dem Begriffe ausführlich und einfach erklärt werden, sodass alle leicht einen Zugang zum Thema haben. Halt auch wenn sie_er noch nie mit der Thematik in Berührung kam.  Ihr könnt her kommen und hier lesen und mit anderen euch austauschen. Aber auch für alle, die lieber oder nur auf der eigenen Couch mit ner Limo lesen können, haben wir Mitnehmexemplare hier. Die sind kostenlos.

*Asexualität bezeichnet das nicht vorhanden sein von sexueller Anziehung bzw. von sexuellen Bedürfnissen. Was  nicht heißt das Menschen die sich als asexuell definieren nie Sex haben (können). Manche finden halt einfach Schokolade besser als Sex. Außerdem ist Asexualität nicht nur das eine, sondern hat viele Formen und Varianten.

**Aromantik heißt einfach, dass die Menschen kein Bedürfnis nach der omnipräsenten Vorstellung von Romantik haben. Schmetterlinge im Bauch sind sowieso nicht vegan. Auch dies heißt nicht, dass die Menschen keine emotionale Bindung zu anderen haben können.

Aromantiker_innen  müssen nicht zwangsweise asexuell sein und andersrum. Manche sind aber auch beides.

***queer ist ein englischer Begriff der mit „seltsam“ oder „unkonventionell“ übersetzt werden kann und oft als Schmipfwort benutzt wurde. In den 60er Jahren haben sich Leute den Begriff positiv angeeignet und gilt seit dem für alle die sich als nicht-hetereosexuell sehen oder nicht sich mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren.   

Vielen Dank die Autor_innen der Queerulant_in für die Ausgaben.

http://www.queerulantin.de/

Flauschig bleiben! Ghost-high-five!

 

 

Antirassistische Aktionswoche - In Gedenken an Oury Jalloh

Sonntag, 18 Dezember 2016 22:58
Antirassistische Aktionswoche - In Gedenken an Oury Jalloh

Oury Jalloh ist am 07.01.2005 bei lebendigem Leib in einer Polizeizelle in Dessau verbrannt. Der aus Sierra Leone stammende Flüchtling wurde am Abend von Polizist_innen gewaltsam festgenommen. Nach Aussage der Polizei habe Oury Jalloh, der mit Händen und Füßen an einem Bett gefesselt wurde, der vorher durchsucht wurde und dem alle gefährlichen Gegenstände abgenommen wurden, dann gegen 12 Uhr nachts die feuerfeste Matratze selbst angezündet.

Erst einige Tage nach den Zellenbrand tauchte das angebliche Tatfeuerzeug auf, das weder bei der vorhergehenden Durchsuchung gefunden wurde, noch bei den ersten Untersuchungen der ausgebrannten Zelle. Das Feuerzeug war voll intakt, obwohl die Zelle mehrere hundert Grad gehabt haben musste, um einen menschlichen Körper zu verbrennen.

Die später angeklagten Polizisten decken sich selber und erschweren die Aufklärungsarbeit. Allein die aus Freund_innen und Angehörigen bestehende Gedenk Initiative kämpft gegen das Vergessen und für eine gerechte Aufklärung. Seit Jahren arbeiten sie dazu, beschaffen unabhängige Brandgutachten und klagen auch nach 10 Jahren weiterhin vor Gericht.

Wir wollen mit der Aktionswoche mehr Öffentlichkeit für den Fall und die Ungereimtheiten herstellen. Wir nehmen die Vertuschung durch Staatsanwaltschaft und Polizei nicht hin. Wir zeigen uns solidarisch mit der Gedenk-Initiative und unterstützen ihre Forderung nach einer lückenlosen Aufklärung und Gerechtigkeit. Außerdem wollen wir den institutionellen Rassismus thematisieren, durch den täglich Menschen kontrolliert und drangsaliert werden, nur weil sie eine andere Hautfarbe haben; der Menschen in Lager sperrt und ihnen das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben abspricht; der dazu führte das Neonazis mehrere Jahre vom VS geschützt durch Land ziehen und Morden konnten, während die Polizei gegen die Betroffenen ermittelt; der Menschen abschiebt; der zum ausführenden Arm von AfD und Pegida wird.

03.01. Film "Verbrannt" - 18.30

05.01. Infoveranstaltung von JustizWatch zu Rassismus im Gerichtssaal - 18.00

06.01. Doku "Tod in der Zelle" und Organisation für die Anreise zur Demo - 19.00

07.01. Oury Jalloh Gedenk-Demo - Gemeinsam nach Dessau - Treffpunkt: 9.30 Horte

11.01. Infoveranstaltung von ReachOut zu Racial-Profiling und rassistische Polizei Übergriffe - 19.00

 

Oury Jalloh das war Mord! Gegen das Vertuschen, das Verbrennen, Verschweigen und Verfolgen!

https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

Das NÖ-Theater ist mit einem neuen Theaterstück – „A wie Aufklärung“ – zurück

Montag, 31 Oktober 2016 15:59
Das NÖ-Theater ist mit einem neuen Theaterstück – „A wie Aufklärung“ – zurück

Nachdem mehrfach ausgezeichneten Stück „V wie Verfassungsschutz“ befasst sich das NÖ-Theater in ihrem neuen Stück erneut mit dem NSU-Komplex und dem Verfassungsschutz. Auch wenn die Aufklärungsversuche rund um den NSU seit langem aus den Medien verschwunden sind, so sind sie noch lange nicht abgeschlossen. Bisher konnten kaum Erkenntnisse trotz den anfänglichen  Versprechungen gewonnen werden. Viele Fragen stehen noch offen und zwischenzeitlich schien es gar, als ob die ganze Vertuschung auch nach Auffliegen des NSU immer weiter geht. Immer noch ist nicht die ganze Verstrickung der verschiedenen Behörden geklärt. Immer noch ist die wirkliche Größe des Unterstützer_innenkreises nicht bekannt und auch die Stimmen, die über Einzeltäter_innen sprechen, sind nicht verstummt. Immer noch warten viele der Betroffen auf Entschuldigen von den Behörden, die durch rassistische Stereotype gegen die Angehörigen der Opfer ermittelt haben.

Das NÖ-Theater kämpft mit ihrem Stück „A wie Aufklärung“ zum einen gegen das Vergessen der Taten und versucht ein kritisches Bild des aktuellen Aufklärungsprozesses zu geben. Zum anderen versucht die Theatergruppe die Perspektive der Betroffenen zu stärken, was bei der bisherigen Berichterstattung eher die Ausnahme darstellte. 

Als Träger der bildungs-politischen Jugendarbeit ist es uns wichtig, mehr Sensibilität für den Themenkomplex herzustellen. Der institutionelle Rassismus, sowie der gleich stark auftretende gesellschaftliche Rassismus spielen in der Aktualität und Kontinuität des rechten Terrors eine wichtige Schlüsselrolle. Der NSU war nur ein Symptom von etwas, das viel fundierter in Deutschland ist. Über Rassismus aufzuklären und ihn zu bekämpfen ist ein bedeutsamer Teil, um ein gesellschaftliches Leben jenseits von geschlossenen Grenzen, Abschottung, völkischen Denk- und Handlungsweisen, sowie Gewalt zu führen.

Mit der Aufführung des Theaterstückes „A wie Aufklärung“ möchten wir einen Teil dazu beitragen und die Arbeit es NÖ-Theaters unterstützen. Außerdem wollen wir an den Erfolg und die Zusammenarbeit bei dem Stück „V wie Verfassungsschutz“ 2014 in Strausberg anschließen.

 

Das Stück "A wie Auflärung" wird am 18.11. im Gemeidesaal Strausberg (Jungfernstraße/Große Straße) ab 19 Uhr aufgeführt

 

 

Weil antifaschistische und antirassistische Jugendarbeit notwendig ist!

Montag, 17 Oktober 2016 15:02
Weil antifaschistische und antirassistische Jugendarbeit notwendig ist!

Hiermit möchten wir uns bei Isabelle Vandre bedanken, die uns vor kurzem 750€ gespendet hat.

Isabelle spendet gerade ihre Diätenerhöhung an antirassistische und antifaschistische Projekte in Brandenburg und unterstützt so die wertvolle Arbeit der verschiedenen Projekte. Diesmal konnten wir uns als mittlerweile drittes Projekt über die Tranche von Juli bis September freuen. Das Geld nutzen wir, um unsere kürzlich kaputt gegangene Veranstaltungstechnik wieder frisch zu machen.

Bericht der BOrG zum Angriff auf einen alternativen Jugendlichen in Strausberg

Dienstag, 11 Oktober 2016 18:24

Am Freitag, dem 09. September, kam es in der Strausberger Altstadt zu einem Übergriff auf einen 15-jährigen alternativen Jugendlichen.

 

Am Nachmittag passierten zwei alternative Jugendliche die Wallstraße, als ein schwarzer Kleinbus, verziert mit Reichsadler vorne und Schlagring hinten, an ihnen vorbei fährt. Nachdem einer der Beiden vor sich auf den Boden spuckte, nahm der Fahrer es zum Anlass, kurz darauf anzuhalten, aus dem Auto zu steigen und dem Jugendlichen unvermittelt mehrere Faustschläge ins Gesicht zu geben. Der Jugendliche sagte ihm, dass er damit aufhören soll. Ein auf der August-Bebel-Straße vorbei fahrendes Polizeifahrzeug nahm die Sachlage wahr. Trotz einer klaren Konfliktsituation und den augenscheinlichen Verletzungen wurde die Lage nicht richtig eingeschätzt und Hilfe geleistet.

Nachdem der Täter von seinem Opfer abließ, wechselte er noch einige Worte mit den Polizeibeamten und entfernte sich vom Tatort.

Das Opfer erlitt u.a. mehrere Prellungen im Gesicht und musste umgehend in die Rettungsstelle des Krankenhauses gefahren werden. Nach einer Behandlung konnte er wieder nach hause.

Anzeigen wurden erstattet.

 

Der Apfel fällt nicht weit....

 

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